Packliste für den Urlaub
Zuletzt aktualisiert: August 2026
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Ärger am Flughafen entsteht fast nie durch Vergessenes, sondern durch drei Dinge: Flüssigkeiten über 100 ml, eine Powerbank im aufgegebenen Koffer (verboten, nicht nur unklug) und Medikamente, die mit dem Gepäck unterwegs verloren gehen.
Die meisten Packlisten sind Aufzählungen von Selbstverständlichkeiten. Zahnbürste vergisst niemand zweimal. Was tatsächlich schiefgeht, sind Regeln, die man nicht kennt – und ein Koffer, der zur Hälfte ungetragen wieder heimkommt.
Die drei Regeln, an denen es scheitert
1. Flüssigkeiten: 100 ml je Behälter
Maximal 100 Milliliter pro Behälter, alle zusammen in einem durchsichtigen, wiederverschließbaren Beutel mit einem Liter Fassungsvermögen. Entscheidend ist die aufgedruckte Behältergröße, nicht der Inhalt – eine halbleere 200-ml-Flasche wird einkassiert.
Einzelne Flughäfen haben inzwischen CT-Scanner und erlauben dort mehr, oft ohne Beutel. Verlass dich nicht darauf: Steigst du unterwegs um oder wechselst den Flughafen, kann am nächsten Kontrollpunkt wieder die strenge Regel gelten. Wer nach der alten Regel packt, kommt überall durch.
2. Powerbank: niemals in den Koffer
Powerbanks und Ersatz-Lithiumakkus gehören ausschließlich ins Handgepäck. Der Grund ist der Frachtraum: Ein brennender Akku wäre dort unbemerkt und unerreichbar. Das ist keine Empfehlung, sondern Vorschrift – im Koffer entdeckte Akkus führen zur Nachkontrolle und im Zweifel zum verpassten Flug.
- bis 100 Wh: in der Regel ohne Rückfrage erlaubt
- 100 bis 160 Wh: nur mit Zustimmung der Airline
- über 160 Wh: nicht erlaubt
- meist maximal zwei Stück pro Person; die Lufthansa Group untersagt zusätzlich die Nutzung während des Fluges
Auf den meisten Geräten steht nur die Kapazität in mAh. Umrechnung: mAh geteilt durch 1.000, mal 3,7 Volt. Eine 20.000-mAh-Powerbank liegt damit bei rund 74 Wh und ist unkritisch. Ab etwa 27.000 mAh wird es knapp.
3. Was ins Handgepäck gehört
Nicht aus Bequemlichkeit, sondern weil es ohne diese Dinge unangenehm wird, wenn der Koffer einen Umstieg verpasst.
- Medikamente: Gehen im aufgegebenen Koffer verloren oder kommen verspätet an. Dauermedikation immer am Körper.
- Powerbank und Ersatzakkus: Dürfen gar nicht in den Koffer – siehe unten. Das ist keine Empfehlung, sondern Vorschrift.
- Ladegeräte und Kabel: Ein leeres Handy nach der Landung ist der schnellste Weg in eine schlechte Ankunft.
- Wechselwäsche bei Umsteigeverbindung: Bei knappen Umstiegen bleibt Gepäck erfahrungsgemäß am häufigsten liegen.
- Reiseunterlagen und Bargeld: Bordkarte, Ausweis, Versicherungsnachweis, etwas Landeswährung.
Was du getrost weglassen kannst
Der eigentliche Gewinn beim Packen liegt nicht im Hinzufügen. Diese fünf Posten stehen in fast jeder Liste und kommen bei den meisten Reisen ungenutzt zurück.
Der häufigste Fehler. Drei bis vier Kombinationen reichen für zwei Wochen, wenn sie zusammenpassen. Waschen geht überall.
Kosten Platz, wiegen und dürfen im Handgepäck ohnehin nicht mit. Jede Unterkunft ab Mittelklasse stellt Basics.
In praktisch jeder Unterkunft vorhanden. Vorher kurz auf der Buchungsseite nachsehen, statt sie einzupacken.
Zwei Paar plus die getragenen. Schuhe sind das Schwerste im Koffer.
Ein Buch ja, fünf nicht. Für längere Reisen ist ein E-Reader die einzige Ausrüstung, die Gewicht spart statt kostet.
Was du besser vor Ort kaufst
Alles, was schwer ist und überall verkauft wird: Duschgel, Shampoo, Zahnpasta, Wasser. In vielen Reiseländern kostet das einen Bruchteil des deutschen Preises, und du sparst Gewicht auf dem Hinweg.
Zwei Ausnahmen: Sonnencreme ist in mehreren asiatischen Ländern teuer und häufig mit Hautaufhellern versetzt – die nimm besser mit. Und verschreibungspflichtige Medikamente suchst du nie auf gut Glück vor Ort, sondern packst sie mit ausreichend Reserve ins Handgepäck.
Die Packliste, bei der nicht drei Leute dasselbe einpacken
Zu zweit oder in der Gruppe wird aus der Packliste schnell ein Abstimmungsproblem: Wer bringt den Adapter, wer das Ladekabel, wer die Reiseapotheke? In neario hakt ihr die Liste gemeinsam ab, jeder sieht denselben Stand – und am Ende schleppt niemand drei Moskitosprays.
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Packlisten für einzelne Ziele
Tropen, Regenzeit und was du dort günstiger kaufst.
Drei Klimazonen von Nord nach Süd – eine Schicht mehr als gedacht.
Was im Mietwagen fehlt und die Temperaturspanne im Westen.
Was in den Koffer gehört und was du vor Ort bekommst.
Häufige Fragen zum Packen
Wie viel Flüssigkeit darf ins Handgepäck?
An den meisten Flughäfen gilt weiterhin die bekannte Regel: Behälter mit maximal 100 Millilitern, alle zusammen in einem durchsichtigen, wiederverschließbaren Beutel mit einem Liter Fassungsvermögen. Einzelne Flughäfen mit neuen CT-Scannern erlauben inzwischen mehr und verlangen keinen Beutel. Verlass dich darauf aber nicht: Wenn du unterwegs umsteigst oder den Flughafen wechselst, kann am nächsten Kontrollpunkt wieder die strenge Regel gelten. Wer nach der alten Regel packt, kommt überall durch. Stand August 2026.
Darf die Powerbank in den Koffer?
Nein. Powerbanks und Ersatz-Lithiumakkus gehören ausschließlich ins Handgepäck, niemals ins aufgegebene Gepäck – wegen der Brandgefahr im Frachtraum, wo niemand eingreifen könnte. Bis 100 Wattstunden sind sie in der Regel ohne Rückfrage erlaubt, zwischen 100 und 160 Wattstunden brauchst du die Zustimmung der Airline, darüber ist Schluss. Meist sind zwei Stück pro Person zulässig. Die Lufthansa Group untersagt zusätzlich die Nutzung während des Fluges.
Wie rechne ich mAh in Wattstunden um?
Auf Powerbanks steht meist nur die Kapazität in mAh, die Airlines rechnen aber in Wattstunden. Die Formel: mAh geteilt durch 1.000, mal die Spannung in Volt – bei Lithium-Ionen-Zellen üblicherweise 3,7 V. Eine 20.000-mAh-Powerbank kommt damit auf rund 74 Wh und liegt klar unter der Grenze. Ab etwa 27.000 mAh näherst du dich den 100 Wh. Viele Hersteller drucken den Wh-Wert klein aufs Gehäuse – wenn er lesbar ist, sparst du dir an der Kontrolle jede Diskussion.
Wie viele Klamotten brauche ich für zwei Wochen?
Deutlich weniger als die meisten einpacken. Drei bis vier Oberteil-Hosen-Kombinationen, die sich untereinander mischen lassen, tragen zwei Wochen – vorausgesetzt, sie passen farblich zusammen. Waschen ist überall möglich, in vielen Ländern günstiger als zu Hause. Wer pro Tag ein Outfit einpackt, schleppt am Ende die Hälfte ungetragen wieder nach Hause.
Was kaufe ich besser vor Ort?
Alles, was schwer ist und überall verkauft wird: Duschgel, Shampoo, Zahnpasta, Wasser. In vielen Reiseländern kosten diese Dinge einen Bruchteil des deutschen Preises. Zwei Ausnahmen: Sonnencreme ist in einigen asiatischen Ländern teuer und oft mit Hautaufhellern versetzt – die nimmst du besser mit. Und spezielle Medikamente solltest du nie auf gut Glück vor Ort suchen.
