Wetter auf Koh Samui
Zuletzt aktualisiert: August 2026
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Koh Samui liegt im Golf von Thailand und hat seine Regenzeit von Oktober bis Dezember. Der November ist mit 445 Millimetern der nasseste Monat des Jahres, der Februar mit 64 Millimetern der trockenste. Wer die Faustregel „November bis April ist Trockenzeit“ von Phuket übernimmt, bucht hier in den falschen Monat.
Die Insel liegt an der Ostküste der thailändischen Halbinsel und bekommt ihren Regen vom Nordostmonsun im Herbst. Phuket, Krabi und Khao Lak liegen auf der Westseite und bekommen ihn vom Südwestmonsun im Sommer. Beide Küsten sind Luftlinie keine 200 Kilometer auseinander und haben trotzdem gegenläufige Regenzeiten. Alle Zahlen auf dieser Seite stammen aus offiziellen Klimanormalen, nicht aus Reiseblogs.
Klimatabelle Koh Samui: alle Monatswerte
Niederschlag, Regentage und Tagesmaximum stammen aus den Klimanormalen der Weltorganisation für Meteorologie für die Periode 1991–2020, Messstation Ko Samui (WMO-Nummer 48550, vier Meter über dem Meer). Als Regentag zählt dort jeder Tag mit mindestens einem Millimeter Niederschlag. Die Sonnenstunden kommen aus einem älteren Datensatz des Thai Meteorological Department für 1981–2010, die Wassertemperatur aus der Klimatabelle von travelklima.de, die auf Werten des Deutschen Wetterdienstes beruht.
| Monat | Regentage | Niederschlag | Tagesmax | Sonne/Tag | Wasser |
|---|---|---|---|---|---|
| Januar | 8,5 | 127 mm | 29,0 °C | 6,4 h | 27 °C |
| Februar | 4,3 | 64 mm | 29,4 °C | 7,6 h | 28 °C |
| März | 4,7 | 116 mm | 30,4 °C | 7,7 h | 28 °C |
| April | 6,1 | 83 mm | 31,8 °C | 6,7 h | 29 °C |
| Mai | 11,0 | 132 mm | 32,9 °C | 6,2 h | 29 °C |
| Juni | 10,3 | 134 mm | 32,7 °C | 5,0 h | 29 °C |
| Juli | 10,7 | 117 mm | 32,3 °C | 5,0 h | 28 °C |
| August | 10,5 | 102 mm | 32,4 °C | 4,9 h | 28 °C |
| September | 10,6 | 118 mm | 31,9 °C | 4,8 h | 28 °C |
| Oktober | 15,8 | 295 mm | 30,6 °C | 4,7 h | 28 °C |
| November | 16,5 | 445 mm | 29,7 °C | 5,8 h | 28 °C |
| Dezember | 11,6 | 263 mm | 29,3 °C | 5,7 h | 27 °C |
Über das Jahr sind das rund 1.994 Millimeter an 120,6 Regentagen. Quellen: WMO Climate Normals 1991–2020 für die Station Ko Samui (Niederschlag, Regentage, Tagesmaximum), Thai Meteorological Department 1981–2010 (Sonnenstunden), travelklima.de nach Daten des Deutschen Wetterdienstes (Wassertemperatur). Klimanormale sind Mittelwerte aus 30 Jahren, kein Versprechen für den einzelnen Reisetag.
Golf gegen Andamanensee: derselbe Monat, das Gegenteil
Die Gegenüberstellung ist der eigentliche Grund, warum diese Seite existiert. Beide Spalten unten stammen aus derselben Quelle und derselben Messperiode, sind also direkt vergleichbar: Ko Samui gegen Phuket, WMO-Klimanormale 1991–2020. Die Jahressummen liegen fast gleichauf, rund 1.994 gegen rund 2.272 Millimeter. Verteilt sind sie völlig anders.
| Monat | Koh Samui (Golf) | Phuket (Andamanensee) | Trockener |
|---|---|---|---|
| Januar | 127 mm | 50 mm | Phuket |
| Februar | 64 mm | 24 mm | Phuket |
| März | 116 mm | 81 mm | Phuket |
| April | 83 mm | 135 mm | Koh Samui |
| Mai | 132 mm | 237 mm | Koh Samui |
| Juni | 134 mm | 249 mm | Koh Samui |
| Juli | 117 mm | 240 mm | Koh Samui |
| August | 102 mm | 309 mm | Koh Samui |
| September | 118 mm | 350 mm | Koh Samui |
| Oktober | 295 mm | 336 mm | Koh Samui |
| November | 445 mm | 178 mm | Phuket |
| Dezember | 263 mm | 82 mm | Phuket |
WMO Climate Normals 1991–2020, Stationen Ko Samui (48550) und Phuket (48564). Für Khao Lak liegt die Station Takua Pa mit noch deutlicheren Werten vor: dort fallen im September 636 Millimeter.
Im November fällt auf Koh Samui zweieinhalbmal so viel Regen wie auf Phuket, im September ist es genau umgekehrt. Praktisch heißt das zweierlei. Erstens taugt Koh Samui für den europäischen Sommer: Juli und August liegen bei 117 und 102 Millimetern, Phuket bei 240 und 309. Zweitens ist die Kombination beider Küsten in einer Reise heikel. Wer im November von Koh Samui nach Phuket wechselt, fährt aus dem nassesten in einen ordentlichen Monat. Wer es im September andersherum macht, ebenfalls. Nur die Richtung muss stimmen. Welche Region wann dran ist, steht ausführlicher im Überblick zur besten Reisezeit für Thailand.
Was der Nordostmonsun konkret bedeutet
Die häufigste Frage zur Regenzeit ist, ob es durchregnet. Für Koh Samui lässt sich das aus den Zahlen beantworten. Teilt man den Monatsniederschlag durch die Regentage, kommt man im November auf rund 27 Millimeter pro Regentag, im Dezember auf 23 und im August auf knapp 10. Der November hat also nicht nur mehr Regentage als der August, sondern vor allem deutlich heftigere. An rund 13 Tagen des Monats bleibt der Niederschlag statistisch unter einem Millimeter und damit unter der Schwelle, ab der die Station einen Regentag zählt.
Die Sonnenstunden bestätigen das und stellen dabei die übliche Erzählung auf den Kopf. Der November kommt im Mittel auf 5,8 Sonnenstunden am Tag, September und Oktober nur auf 4,8 und 4,7. Der graueste Teil des Jahres ist also der Frühherbst, nicht der Monat mit dem meisten Regen. Wer im November eine Woche bleibt, sieht die Sonne, verliert aber zuverlässig einen oder zwei Tage komplett.
Wetterradar statt Wochenprognose
Bei tropischen Schauern ist eine Sieben-Tage-Prognose wenig wert, ein Radarbild dagegen sehr. Zuständig für die Golfinseln ist die Radarstation Surat Thani des Thai Meteorological Department; ihr 240-Kilometer-Radius deckt Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao ab.
Das Bild wird laufend aktualisiert und ist frei abrufbar unter weather.tmd.go.th. Damit siehst du, ob die Zelle über dir in zwanzig Minuten durch ist oder ob sich der halbe Golf zuzieht. Für einen Bootsausflug am nächsten Morgen ist das die bessere Entscheidungsgrundlage als das Wettersymbol in der Buchungs-App.
Wind, Seegang und wann Fähren ausfallen
Regen und Wind fallen auf Koh Samui nicht in dieselben Monate, und das wird selten auseinandergehalten. Der Datensatz des Thai Meteorological Department gibt für die Station den mittleren Windweg an: im Februar 222 Kilometer am Tag, im Januar 205, im März 187, im Dezember 147. Der Oktober ist mit 85 Kilometern der windstillste Monat des Jahres, ausgerechnet im Anlauf zur nassesten Phase. Der Nordostmonsun bringt den Regen also vor dem Wind: Oktober und November sind nass und relativ ruhig, Dezember bis März sind trocken und windig.
Für die Planung zählt weniger der Monat als die Verbindung. Koh Samui hat einen eigenen Flughafen, du bist also nicht auf ein Schiff angewiesen. Wer weiter zu Koh Phangan will, hat eine kurze, geschützte Überfahrt von etwa 30 bis 45 Minuten. Kritisch wird erst die lange, offene Strecke nach Koh Tao. Bei schwerem Seegang stellen die Reedereien den Betrieb ein, und eine veröffentlichte Ausfallquote gibt es nicht, an der man sich orientieren könnte. Die belastbare Regel ist deshalb schlicht: Leg zwischen dem letzten Inselwechsel und dem Rückflug einen Puffertag, besonders zwischen Oktober und Januar.
Schnorcheln, Tauchen und Bootstouren
Die Wassertemperatur ist ganzjährig zwischen 27 und 29 Grad und damit kein Kriterium. Was die Monate unterscheidet, ist die Sicht. Starker Regen spült Sediment von Land, Wellen wirbeln Sand auf, und beides zusammen trübt das Wasser genau dann, wenn die Niederschläge am höchsten sind. Für die Golfinseln heißt das: Oktober bis Dezember sind die schwächsten Monate unter Wasser, Februar bis Mai die besten.
Für den Mu-Ko-Ang-Thong-Nationalpark westlich von Koh Samui nennt die thailändische Nationalparkbehörde selbst ein Zeitfenster: Zwischen Februar und August sei das Meer ruhig und damit die beste Zeit für die Anfahrt per Boot. Eine feste jährliche Schließung gibt es für den Park nicht, Touren werden aber kurzfristig abgesagt, wenn die See zu rau ist. Wenn der Nationalpark der Grund für deine Reise ist, buch ihn nicht auf den letzten Tag.
Puffertag einplanen, ohne dass es jemand vergisst
Bootstour, Fähre und Rückflug in der richtigen Reihenfolge, dazu ein Reservetag, der auch dann noch steht, wenn drei Leute mitreden: Genau daran scheitern Reisepläne im Gruppenchat. In neario liegen Termine, Buchungen und die Reisekasse an einer Stelle, und wenn die See zu rau ist, schiebst du den Ausflug auf den Puffertag.
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Lohnt sich die Regenzeit preislich?
Auf den Andamanen-Inseln funktioniert der Handel: niedrige Preise von Mai bis Oktober, dafür Regen. Im Golf ist die Rechnung schlechter, und zwar aus einem Grund, der mit dem Wetter nichts zu tun hat. Die Nebensaison auf Koh Samui liegt im Oktober und November, also in Monaten, in denen aus Deutschland ohnehin wenig Nachfrage kommt. Der Dezember kippt gegen Monatsende in die weltweite Weihnachtsspitze, obwohl es dort noch 263 Millimeter regnet. Und der wirklich gute Monat, der Februar, fällt mit der Hochsaison zusammen.
Es gibt keine veröffentlichte Preisstatistik für Samui, an der sich das in Zahlen zeigen ließe, deshalb bleibt es bei der Regel: Wenn ein Zimmer in Chaweng im November spürbar weniger kostet als im Februar, ist das kein Schnäppchen, sondern der Preis für 445 Millimeter Regen an 16,5 Tagen. Das kann sich lohnen, wenn du ohnehin länger bleibst und Zeit hast, Regentage auszusitzen. Für eine Woche Badeurlaub lohnt es sich nicht.
Wann du nicht nach Koh Samui kommen solltest
445 mm an 16,5 Tagen, der nasseste Monat des Jahres. Bei sieben Reisetagen fallen davon statistisch drei bis vier ins Wasser. Bei drei Wochen fällt das kaum ins Gewicht.
Die Sicht ist in diesen Monaten am schlechtesten, weil Regen und Wellen Sediment ins Wasser bringen. Wer wegen der Riffe kommt, verschiebt auf Februar bis Mai.
Zwischen Oktober und Januar ist die Wahrscheinlichkeit hoch genug, dass eine Bootsverbindung ausfällt. Der letzte Inselwechsel gehört nicht auf den vorletzten Tag.
Mit 4,8 und 4,7 Sonnenstunden pro Tag sind das die trübsten Monate. Es regnet weniger als im November, aber der Himmel ist häufiger zu.
Die besten Monate, nach Reisegrund sortiert
64 bis 116 mm im Monat, 4,3 bis 6,1 Regentage, 6,7 bis 7,7 Sonnenstunden am Tag. Dazu ruhige See für Bootstouren und die beste Sicht unter Wasser. Preislich die teuerste Zeit.
117 und 102 mm, rund 10,5 Regentage. Weniger Sonne als im Frühjahr, aber das Gegenteil der Andamanenküste, die im selben Zeitraum bei 240 und 309 mm liegt.
118 bis 134 mm an rund 10 bis 11 Tagen. Der September ist der trübste dieser drei, mit 4,8 Sonnenstunden am Tag.
263 bis 445 mm im Monat. Mehr als die Hälfte des Jahresniederschlags fällt in diesen drei Monaten. Für einen kurzen Badeurlaub die falsche Wahl.
Passend dazu
Strände, Anreise per Flug oder Fähre, Kosten vor Ort und für wen die Insel passt.
Monat für Monat und Region für Region, inklusive Norden und Andamanenküste.
30 bis 45 Minuten Fähre entfernt, dasselbe Klima, deutlich weniger Infrastruktur.
Tauchkurspreise, Fährverbindungen und warum der Monsun hier die Planung bestimmt.
Alle Regionen im Überblick, mit Routen und der Frage, was sich sinnvoll kombinieren lässt.
Was in der Regenzeit dazugehört und was du getrost weglässt.
Häufige Fragen zum Wetter auf Koh Samui
Wann ist auf Koh Samui Regenzeit?
Von Oktober bis Dezember. Nach den WMO-Klimanormalen 1991–2020 für die Station Ko Samui fallen im Oktober 295 Millimeter, im November 445 und im Dezember 263. Das sind zusammen mehr als die Hälfte der Jahresmenge von rund 1.994 Millimetern. Die weit verbreitete Formel, in Thailand sei von November bis April Trockenzeit, stammt von der Andamanenküste und gilt für Koh Samui nicht.
Welcher Monat ist auf Koh Samui der trockenste?
Der Februar mit 64 Millimetern an 4,3 Regentagen, gefolgt vom April mit 83 Millimetern an 6,1 Tagen. Der März hat mit 116 Millimetern zwar mehr Niederschlag, verteilt ihn aber auf nur 4,7 Tage: Es regnet also selten, dann aber kräftig. Werte aus den WMO-Klimanormalen 1991–2020.
Kann man im Juli und August nach Koh Samui?
Ja, und das ist der eigentliche Vorteil der Insel für deutsche Sommerferien. Im Juli fallen 117 Millimeter an 10,7 Tagen, im August 102 Millimeter an 10,5 Tagen. Phuket kommt in denselben Monaten auf 240 und 309 Millimeter. Wer im europäischen Sommer nach Thailand ans Meer will, ist im Golf besser aufgehoben als an der Andamanenküste.
Regnet es in der Regenzeit auf Koh Samui den ganzen Tag?
Meistens nicht. Im November fallen 445 Millimeter an 16,5 Tagen, also rund 27 Millimeter pro Regentag, und an knapp der Hälfte der Tage im Monat regnet es gar nicht. Gleichzeitig liegt die mittlere Sonnenscheindauer im November bei 5,8 Stunden pro Tag und damit über den Werten von September und Oktober mit 4,8 und 4,7 Stunden. Der November bringt also weniger Dauergrau als kräftige, teils stundenlange Schauer. Grau und geschlossen bewölkt sind eher September und Oktober.
Wie warm ist das Wasser auf Koh Samui?
Das ganze Jahr über zwischen 27 und 29 Grad. Der Höchstwert liegt bei 29 Grad von April bis Juni, der Tiefstwert bei 27 Grad im Januar und Dezember. Die Wassertemperatur ist damit nie ein Grund, einen Monat auszuschließen. Werte nach der Klimatabelle von travelklima.de, die sich auf Daten des Deutschen Wetterdienstes stützt.
Wo finde ich ein Wetterradar für Koh Samui?
Beim Thai Meteorological Department. Die zuständige Radarstation ist Surat Thani, ihr 240-Kilometer-Radius deckt Koh Samui, Koh Phangan und Koh Tao ab. Das Bild wird laufend aktualisiert und ist auf weather.tmd.go.th abrufbar. Für die Frage, ob ein Schauer in der nächsten Stunde durchzieht, ist das brauchbarer als jede App-Prognose auf Tagesbasis.
Quellen
- World Meteorological Organization: Climate Normals 1991–2020, Station Ko Samui (WMO 48550) und Phuket (WMO 48564). Datensatz im Archiv der NOAA.
- Thai Meteorological Department, Klimadaten 1981–2010 für die Station Ko Samui (Sonnenscheindauer und Wind), abgedruckt beim Royal Irrigation Department in ETo_PenMon_2554.pdf, Seite 108.
- travelklima.de, Klimatabelle Koh Samui (Wassertemperatur, Datenquelle laut Anbieter: Deutscher Wetterdienst Offenbach).
- Department of National Parks, Wildlife and Plant Conservation, Mu Ko Ang Thong National Park (Hinweis auf Februar bis August als ruhigste Zeit für die Anfahrt per Boot).
- Thai Meteorological Department, Wetterradar Surat Thani, 240-Kilometer-Radius.
