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Reise nach Paris
Städtereise

Paris Reise planen: Arrondissements, Tickets und Anreise

Museen von Weltrang, ein dichtes Metronetz und eine Stadt, die man in Vierteln denkt – Paris belohnt jeden, der vorher zwei, drei Dinge geklärt hat.

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Über Paris

Paris ist erstaunlich klein. Wer die Stadt zum ersten Mal besucht, unterschätzt regelmäßig, wie kompakt das Zentrum ist: Vom Louvre bis zum Eiffelturm sind es zu Fuß gut eine Stunde, quer durch das gesamte Innenstadtgebiet fährt die Metro selten länger als eine halbe Stunde. Der Aufwand liegt nicht in den Distanzen, sondern in den Menschenmengen – und in der Frage, was Sie im Voraus buchen müssen.

Die zweite Erkenntnis: Paris besteht aus 20 Arrondissements, und die Nummer verrät sehr genau, wie sich ein Viertel anfühlt. Wer das Prinzip einmal verstanden hat, sucht sein Hotel nicht mehr blind nach Fotos aus, sondern nach dem Stadtteil, der zur eigenen Reise passt. Alles Weitere zum Land finden Sie in unserem Überblick zu Frankreich.

Die Arrondissements verstehen: Welches Viertel passt zu Ihnen?

Die 20 Arrondissements sind nicht willkürlich nummeriert. Sie laufen wie eine Schnecke von der Mitte nach außen: Das 1. liegt am Louvre im Zentrum, danach dreht sich die Nummerierung im Uhrzeigersinn spiralförmig nach außen, bis das 20. im äußersten Osten endet. Faustregel: niedrige Nummer = zentral und teuer, hohe Nummer = weiter draußen und günstiger. Direkt benachbarte Nummern liegen dabei nicht zwingend nebeneinander – das 1. und das 20. trennt die halbe Stadt.

Grob nach Reisetyp sortiert:

  • 1.–4. (Louvre, Marais, Île de la Cité): Für den klassischen ersten Besuch. Alles zu Fuß erreichbar, dafür die höchsten Zimmerpreise und viel Betrieb. Das Marais ist das Viertel für Cafés, kleine Läden und Abendessen.
  • 5.–6. (Quartier Latin, Saint-Germain): Buchläden, Universität, alte Gassen. Gut für Reisende, die abends lieber spazieren als ausgehen.
  • 7. (Eiffelturm, Invalides): Ruhig, repräsentativ, wenig Nachtleben. Angenehm mit Kindern, langweilig für alle, die Trubel suchen.
  • 8.–9. (Champs-Élysées, Opéra): Shopping und große Boulevards. Praktisch als Basis, aber wenig Viertelcharakter.
  • 10.–11. (Canal Saint-Martin, Bastille): Die derzeit lebendigste Ecke für Bars, Streetfood und junge Läden. Preise moderater als im Zentrum.
  • 18.–20. (Montmartre, Belleville, Ménilmontant): Deutlich günstiger, sehr gemischt, mehr Alltag als Postkarte. Achten Sie hier stärker auf die konkrete Straße als auf die Bezirksnummer.
  • Praktischer als die Nummer ist ohnehin die nächste Metrostation: Eine Unterkunft an einer Linie, die direkt zu Ihren Zielen fährt, spart mehr Zeit als ein paar hundert Meter Luftlinie.

    Anreise ab Deutschland: TGV oder Flug?

    Mit dem Zug ist Paris von Westdeutschland aus fast immer die bequemere Wahl. Direktverbindungen ab Frankfurt, Karlsruhe, Stuttgart und München enden am Gare de l'Est beziehungsweise Gare du Nord – also mitten in der Stadt, ohne Flughafentransfer. Wichtig: Für den TGV gilt Reservierungspflicht, Sie können nicht spontan mit einem Fernverkehrsticket einsteigen. Und je früher Sie buchen, desto deutlicher unterscheiden sich die Preise.

    Mit dem Flugzeug lohnt sich Paris vor allem ab Norddeutschland und Berlin. Die reine Flugzeit ist kurz, der Zeitgewinn schmilzt aber durch Anfahrt, Sicherheitskontrolle und Transfer schnell zusammen. Wie Sie günstige Verbindungen finden, erklärt unser Ratgeber zum günstig Fliegen.

    Vom Flughafen ins Zentrum:

  • Charles de Gaulle (CDG): Die RER B fährt vom Flughafen direkt zu Gare du Nord und Châtelet–Les Halles und ist die schnellste und günstigste Verbindung. Sie ist allerdings auch die Linie mit dem meisten Gepäckdiebstahl – Rucksack vorne tragen, Koffer festhalten. Achten Sie auf die Anzeige: Nicht jeder Zug hält überall.
  • Taxi ab CDG: Für Fahrten zwischen Flughafen und Paris gelten offizielle Festpreise, getrennt nach rechtem und linkem Seineufer. Es gibt also keinen Grund, sich auf ein Verhandlungsangebot in der Ankunftshalle einzulassen. Nutzen Sie ausschließlich den offiziellen Taxistand.
  • Orly: Liegt näher an der Stadt, angebunden über die Metro und über Orlyval mit Anschluss an die RER B.
  • Rechnen Sie für den Transfer in beide Richtungen großzügig. Zur Hauptverkehrszeit steht die Autobahn zum Flughafen regelmäßig.

    Tickets, Zeitfenster und Taschendiebe: die zwei häufigsten Fehler

    Fehler 1: ohne Reservierung ankommen. Für Eiffelturm, Louvre und Katakomben ist ein vorab gebuchtes Zeitfenster faktisch Voraussetzung. Beim Eiffelturm sind die Slots für die oberste Ebene oft Wochen vorher weg, der Louvre lässt ohne Onlineticket nur begrenzt Besucher ein, und die Katakomben haben aus baulichen Gründen eine harte Obergrenze an gleichzeitigen Besuchern. Buchen Sie ausschließlich über die offiziellen Seiten der Betreiber – Drittanbieter verkaufen dieselben Slots mit Aufschlag, und bei Terminproblemen haben Sie den schlechteren Stand. Planen Sie außerdem pro Tag höchstens eine solche Zeitfenster-Attraktion ein, sonst hetzen Sie durch die Stadt.

    Fehler 2: die Diebstahlgefahr falsch einschätzen. Paris ist keine gefährliche Stadt, Gewaltkriminalität gegen Touristen ist selten. Was es sehr wohl gibt, ist professioneller Taschendiebstahl an vorhersehbaren Orten: Metrolinie 1, RER B vom Flughafen, die Rolltreppen und Türen kurz vor dem Schließen, Trocadéro, der Vorplatz von Sacré-Cœur, die Gegend um den Louvre und die Champs-Élysées. Typische Muster sind das Freundschaftsarmband, das Ihnen am Aufgang zur Basilika ums Handgelenk geknüpft wird, die Unterschriftenliste, die Sie ablenkt, und der Ring, der angeblich vor Ihnen zu Boden gefallen ist.

    Die Gegenmaßnahmen sind unspektakulär und wirken: Handy und Portemonnaie nicht in die Gesäßtasche, Rucksack in der Metro vorne tragen, in Cafés die Tasche nicht über die Stuhllehne hängen und auf Ansprache mit Klemmbrett schlicht nicht reagieren. Wer das beherzigt, hat in aller Regel eine völlig unauffällige Reise.

    Metro, Essenszeiten und der Ton in Paris

    Metro: Das Netz ist eng geknüpft, die nächste Station liegt im Zentrum fast immer wenige Minuten entfernt. Tickets gibt es inzwischen praktisch nur noch digital – über die App des Verkehrsverbunds oder auf einer aufladbaren Chipkarte, die Sie am Automaten bekommen. Die alten Papier-Carnets sind Geschichte. Heben Sie den Fahrschein bis zum Ausgang auf, denn viele Stationen haben auch beim Verlassen Sperren, und Kontrollen sind üblich. Für kurze Wege im Zentrum lohnt sich der Blick auf die Karte: Zwei Stationen sind oft schneller zu Fuß erledigt als mit Umstieg.

    Essenszeiten: Wie überall in Frankreich sind die Zeiten fester als bei uns. Mittags wird meist zwischen 12 und 14 Uhr serviert, abends ab etwa 19:30 Uhr, oft eher ab 20 Uhr. Wer um 17 Uhr warm essen will, landet fast zwangsläufig in einem Touristenlokal. Für gefragte Restaurants ist eine Reservierung ein paar Tage vorher sinnvoll, gerade am Wochenende.

    Der Ton: Das oft zitierte "die Pariser sind unfreundlich" hat meist eine simple Ursache. In Frankreich beginnt jeder Kontakt mit einem "Bonjour" – im Laden, an der Bäckertheke, beim Betreten des Restaurants, sogar beim Fragen nach dem Weg. Wer direkt mit dem Anliegen einsteigt, gilt als grob, und die Antwort fällt entsprechend knapp aus. Mit "Bonjour", "s'il vous plaît" und "merci" ändert sich der Umgangston spürbar, auch wenn der Rest des Gesprächs auf Englisch stattfindet.

    Die schönsten Reiseziele in Paris

    Diese Orte solltest du auf deiner Paris-Reise nicht auslassen

    Eiffelturm

    Zeitfenster-Ticket vorab buchen, sonst stehen Sie lange an. Der schönste Blick auf den Turm selbst ist nicht von oben, sondern vom Trocadéro oder vom Champ de Mars.

    Louvre

    Zu groß für einen Besuch. Suchen Sie sich zwei bis drei Flügel aus, sonst laufen Sie nur an Bildern vorbei. Eintritt nur mit vorab gebuchtem Zeitfenster.

    Musée d'Orsay

    Impressionisten im umgebauten Bahnhof – für viele der lohnendere Museumsbesuch als der Louvre, weil man ihn in zwei bis drei Stunden wirklich schafft.

    Montmartre & Sacré-Cœur

    Am frühen Morgen ein ruhiges Dorf über der Stadt, ab Mittag voll. Die Gassen westlich der Basilika sind deutlich entspannter als der Platz vor der Kirche.

    Katakomben

    Kilometerlange Knochengänge unter der Stadt. Die Besucherzahl ist streng begrenzt, ohne Vorabbuchung kommen Sie in der Hauptsaison praktisch nicht hinein.

    Paris activities

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    Reiseinfos

    Währung

    Euro (EUR)

    Sprache

    Französisch

    Reisezeit

    April bis Juni und September bis Oktober

    Flugzeit

    Flug rund 1,5 Std., mit dem TGV ab Frankfurt etwa 4 Std.

    Beste Reisezeit Detail

    Paris ist ganzjährig bereisbar, die Unterschiede liegen weniger im Wetter als im Andrang:

  • April bis Juni: Die beste Zeit. Mild, lange hell, Parks und Straßencafés in vollem Betrieb – ab Mai allerdings schon gut besucht.
  • Juli und August: Heiß und voll, dazu schließen viele kleine Restaurants und Läden für die Sommerpause. Klimaanlagen sind in älteren Hotels keine Selbstverständlichkeit.
  • September und Oktober: Der ruhigere Zwilling des Frühlings. Angenehme Temperaturen, kürzere Schlangen, gutes Licht für Fotos.
  • November bis März: Grau und feucht, dafür günstige Zimmer und leere Museen. Für einen reinen Museums- und Café-Trip die unterschätzteste Zeit; rund um Weihnachten und Silvester ziehen die Preise wieder deutlich an.
  • Einreise & Visum

    Kein Visum – EU-Binnenreise, Personalausweis genügt.

    Gut zu wissen

    Kulturelle Besonderheiten & Tipps

    Immer mit "Bonjour" beginnen: Ohne Gruß direkt zu bestellen oder zu fragen, gilt als unhöflich – das erklärt einen Großteil der angeblichen Pariser Kühle.

    Feste Essenszeiten: Mittags meist 12 bis 14 Uhr, abends ab etwa 19:30 Uhr. Dazwischen bleibt oft nur Café oder Bäckerei.

    Trinkgeld ist bereits enthalten: "Service compris" steht auf der Rechnung. Aufrunden ist eine nette Geste, mehr wird nicht erwartet.

    Häufige Fragen

    Alles Wichtige für Ihre Reiseplanung

    Drei volle Tage sind das sinnvolle Minimum für die Klassiker plus ein Viertel zum Bummeln. Vier bis fünf Tage sind angenehmer, weil Sie dann pro Tag nur eine große Attraktion mit Zeitfenster einplanen müssen und trotzdem Zeit für Museen, Märkte und einen Ausflug nach Versailles bleibt.

    Ja. Beide arbeiten mit festen Zeitfenstern, die in der Hauptsaison früh ausgebucht sind – beim Eiffelturm teils Wochen im Voraus. Buchen Sie direkt bei den offiziellen Betreibern; Weiterverkäufer bieten dieselben Slots teurer an. Gleiches gilt für die Katakomben, deren Besucherzahl stark begrenzt ist.

    Nein, im Gegenteil. Parken ist teuer und knapp, die Innenstadt ist von Umweltzonen und Tempolimits durchzogen, und die Metro bringt Sie schneller ans Ziel. Ein Mietwagen ist nur sinnvoll, wenn Sie im Anschluss aufs Land weiterfahren – dann holen Sie ihn am besten erst am Abreisetag ab.

    "Die meisten enttäuschten Paris-Reisen scheitern nicht an der Stadt, sondern an drei Details: fehlenden Zeitfenster-Tickets, einem Hotel im falschen Arrondissement und einem Tagesplan, der Wege unterschätzt. In neario halten Sie Buchungsbestätigungen, Zeitfenster und Wege an einem Ort fest."

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