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Reise nach Lombok
Städtereise

Lombok planen: Anreise ab Bali, Rinjani-Regeln und der ehrliche Bali-Vergleich

Lombok liegt östlich von Bali, getrennt durch die Lombokstraße, und ist trotzdem eine andere Reise: muslimisch geprägt, dünner besiedelt, mit einem 3.726 Meter hohen Vulkan, der drei Monate im Jahr geschlossen ist.

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Über Lombok

Lombok wird gern als „das Bali von früher“ verkauft. Das ist bequem und ungenau. Die Insel ist überwiegend muslimisch geprägt, während Bali hinduistisch ist, und das merkst du im Alltag: an der Kleidung abseits der Strände, am Gebetsruf vor Sonnenaufgang, an der Frage, wo es abends ein Bier gibt.

Praktisch teilt sich Lombok in drei Gegenden, die kaum etwas miteinander zu tun haben. Der Süden um Kuta und Mandalika ist Surf- und Baustellengebiet mit weiten Buchten. Der Norden ist Rinjani-Gebiet und Sprungbrett zu den Gili-Inseln. Der Westen um Mataram und Senggigi ist Verwaltung, Hafen und älterer Tourismus. Zwischen Süd und Nord liegen zwei bis drei Stunden Fahrt, und wer beides in einer Woche will, verbringt einen ganzen Tag im Auto.

Anreise: Flug, Schnellboot oder Autofähre

Aus Deutschland gibt es keinen Direktflug. Seit dem 1. Juli 2026 fliegt Lion Air täglich Kuala Lumpur–Lombok, damit reicht theoretisch ein Umstieg; die meisten Reisenden kommen weiterhin über Denpasar. Der Flughafen heißt Zainuddin Abdul Madjid International (LOP) und liegt bei Praya im Süden, nicht in Mataram.

VonVerkehrsmittelDauerPreis (einfach)Häufigkeit
DeutschlandFlug mit ein bis zwei Umstiegen19–24 Std. Gesamtreisezeitsaisonabhängigtäglich
Denpasar (DPS)Flug nach Praya (LOP)ca. 50 Min.meist 40–70 US-Dollarmehrmals täglich, unter anderem TransNusa
Kuala LumpurDirektflug Lion Air nach LOPca. 3 Std.saisonabhängigtäglich seit 1. Juli 2026
Padangbai (Ostbali)Schnellboot nach Bangsal oder zu den Gilis1,5–2,5 Std.ab etwa 14 €, üblich 400.000–800.000 IDRtäglich, fast alles vormittags
Serangan und Sanur (Südbali)Schnellboot nach Bangsal3–4 Std.vergleichbartäglich, meist eine Abfahrt
PadangbaiASDP-Autofähre nach Lembarrund 4,5 Std.65.300 IDR pro Person, Motorrad 81.600, Auto 169.400rund um die Uhr, etwa 13 Überfahrten am Tag

Die Schnellboote sind offene Speedboote und laufen bei Wellengang unruhig; in der Regenzeit fallen Fahrten kurzfristig aus. Gepäck steht dabei an Deck, was trocken bleiben soll, gehört in einen wasserdichten Beutel. Wer ein Fahrzeug mitnimmt oder sparen will, nimmt die ASDP-Fähre nach Lembar. Die Tarife oben stammen von der Hafenverwaltung Lembar und gelten inklusive Hafengebühr und Versicherung, gebucht wird online über Ferizy.

Vom Flughafen sind es rund 30 Minuten nach Kuta (etwa 150.000 IDR), etwa anderthalb Stunden nach Senggigi (rund 220.000–250.000 IDR) und ähnlich lang nach Bangsal (rund 350.000 IDR). Der DAMRI-Bus nach Mataram und Senggigi kostet etwa 40.000 IDR. Transfers ab dem Flughafen Praya lassen sich vorab buchen, dann steht der Preis vor der Fahrt fest. Grab und Gojek funktionieren in Mataram und Kuta, an Bangsal und in Senggigi weigern sich viele Fahrer, direkt vor der Tür zu halten, weil die lokalen Transportvereine das nicht dulden. Beides läuft über die App, ein Datentarif für Indonesien gehört also vor den Abflug.

Von Bangsal zu den Gilis fährt das öffentliche Boot für gut 20.000 IDR, es legt ab, wenn es voll ist, und braucht rund 40 Minuten; vom Nachbarhafen Teluk Nare kostet das Schnellboot 85.000–150.000 IDR bei einer Viertelstunde Fahrt. Bangsal hat einen schlechten Ruf, der verdient ist: Schlepper sprechen dich weit vor dem Hafen an, Gepäckträger greifen ungefragt zu und verlangen danach Geld. Kauf am offiziellen Schalter, gib dein Gepäck nicht aus der Hand.

Wetter Monat für Monat, mit Zahlen statt „November bis April“

Die Werte stammen von der Wetterstation Ampenan/Selaparang bei Mataram an der Westküste (WMO 97240), Normalperiode 1991–2020, abgerufen über Meteostat. Die Wassertemperaturen sind Monatsmittel der Jahre 2022–2025 aus dem Marine-Datensatz von Open-Meteo, jeweils für einen Punkt vor den Gilis und einen vor der Südküste.

MonatRegen mmTagesmax °CSonne Std./TagWasser Gilis °CWasser Südküste °C
Januar23931,55,229,429,4
Februar23531,55,329,429,5
März21231,85,729,829,8
April13632,06,630,129,7
Mai10531,77,629,928,6
Juni4030,67,029,328,0
Juli3330,27,428,827,3
August1430,47,928,426,9
September4631,28,128,727,3
Oktober14132,17,729,528,5
November24032,46,930,129,7
Dezember25131,75,129,929,8

Drei Dinge, die man aus der Tabelle liest und sonst selten hört. Erstens verschiebt sich die nasse Zeit auf Lombok nach vorn: Der November ist mit 240 mm bereits so nass wie der Januar, während der April mit 136 mm oft noch gut geht. Wer die Faustregel „November bis April ist Regenzeit“ wörtlich nimmt, streicht sich den brauchbarsten Randmonat und behält den nassesten.

Zweitens ist die Südküste im Trockenzeit-Wasser deutlich kühler als der Norden. Im August liegen vor den Gilis 28,4 °C an, vor Kuta 26,9 °C. Der Unterschied von anderthalb Grad klingt klein, ist beim stundenlangen Schnorcheln aber spürbar; für lange Sessions im Süden lohnt ein dünner Shorty.

Drittens sagen die Sonnenstunden mehr als die Regenmenge. Im Dezember und Januar kommen gut fünf Stunden am Tag zusammen, im September acht. Der Regen fällt meist als kräftiger Schauer, nur steht im Dezember danach nicht wieder die Sonne da.

Am Rinjani fällt erheblich mehr Regen als an der Küste. Deshalb ist der Nationalpark jedes Jahr vom 1. Januar bis 31. März geschlossen. Wie sich Bali daneben verhält und wann dort die besseren Monate liegen, steht in unserem Ratgeber zur besten Reisezeit auf Bali.

Lombok oder Bali? Der Vergleich, den du eigentlich suchst

Beide Inseln bekommen im Jahr ungefähr gleich viel Regen, rund 1.700 mm, verteilt ist er anders. Denpasar meldet im Januar 396 mm, Mataram 239 mm. Dafür ist Lombok im Oktober und November nasser als Bali. Die Zahlen stammen aus derselben Quelle wie die Klimatabelle oben, den WMO-Normalwerten 1991–2020.

LombokBali
Anreise aus Europakein Direktflug, über Denpasar oder Kuala LumpurDenpasar, viele Umsteigeverbindungen
Verkehraußerhalb von Mataram wenig, aber lange Wegeim Süden regelmäßig zäher Stau
Religion im Alltagüberwiegend muslimisch, Sasak-geprägthinduistisch, Tempel und Zeremonien
Strändebreite, oft leere Buchten, häufig Strömungmehr Infrastruktur, im Süden dunkler Sand
Ausgehenkonzentriert auf Gili Trawangan und KutaCanggu, Seminyak, breites Angebot
BergeRinjani, 3.726 m, mehrtägiger TrekBatur und Agung, Tagestouren
Medizinische VersorgungKrankenhäuser in Mataram, Ernstes wird nach Bali oder Singapur verlegtmehrere internationale Kliniken
Touristenabgabekeine150.000 IDR pro Einreise seit Februar 2024

Lombok passt, wenn du wenig Menschen willst, lange am selben Ort bleibst, surfst, tauchst oder den Rinjani gehst. Bali passt, wenn du in zwei Wochen viel sehen willst, auf kurze Wege angewiesen bist oder mit kleinen Kindern reist. Häufig ist die vernünftigste Lösung gar keine Entscheidung, sondern eine Kombination: acht bis zehn Tage Bali, dann per Schnellboot vier bis sechs Tage Lombok und Gilis. Wer nach Bali zurückkehrt, plant die dortige Abgabe von 150.000 IDR besser ein zweites Mal ein; ob sie bei Wiedereinreise erneut fällig wird, stellen die Anbieter unterschiedlich dar.

Wie die Kosten auf Bali konkret aussehen, steht unter Bali Kosten. Wo Bali und Lombok in den restlichen Archipel passen, steht im Länderguide zu Indonesien, und der Bali-Guide nimmt die Regionenfrage dort auseinander.

Die Gili-Inseln: welche der drei zu dir passt

Die Gilis liegen eine Viertel- bis halbe Bootsstunde vor der Nordwestküste. Autos und Motorräder fahren dort keine. Man geht zu Fuß, fährt Fahrrad (50.000–80.000 IDR am Tag) oder nimmt einen Cidomo, den Pferdekarren, der aus Tierschutzgründen umstritten ist.

Gili Trawangan ist die größte Insel, hat die meisten Unterkünfte, zuverlässige Geldautomaten und das Nachtleben; auf der Ostseite läuft in der Hochsaison bis spät Musik. Gili Air ist der Mittelweg: genug Restaurants und Tauchschulen, ohne ins Party-Format zu kippen. Gili Meno ist die kleinste und ruhigste, hat kaum Auswahl und keinen verlässlichen Geldautomaten. Nimm Bargeld mit.

Geschnorchelt wird von den Stränden aus, Schildkröten stehen häufig im Seegras zwischen Air und Meno. Morgens ist die Sicht besser und weniger los. Für die Plätze weiter draußen gibt es Schnorcheltouren über die drei Gilis; mit eigener Schnorchelmaske musst du dich nicht auf die Leihware am Boot verlassen. Ein Fun Dive auf Trawangan liegt bei etwa 640.000 IDR, ein PADI-Open-Water-Kurs bei 6,2 bis 6,9 Millionen IDR, dazu kommt eine einmalige Marine-Park-Gebühr von 100.000 IDR.

Zwei Punkte, die vor der Buchung wichtig sind. Auf den Inseln gibt es keine Klinik für Ernstfälle; die Dekompressionskammer und das nächste Krankenhaus liegen auf Lombok oder Bali, und der Weg dahin dauert Stunden. Und: Tauchen ist in vielen Auslandskrankenversicherungen ausgeschlossen oder auf eine Tiefe begrenzt. Prüf deine Police vor dem ersten Kurstag, nicht danach; worauf es dabei ankommt, steht in unserem Ratgeber zur Reiseversicherung.

Rinjani: Regeln, Kosten und die Schließzeit

Der Rinjani ist kein Tagesausflug. Die gängige Tour über Sembalun zum Gipfel und weiter zum Kratersee dauert drei Tage und zwei Nächte, die kurze Variante ab Senaru zum Kraterrand zwei Tage. Der Gipfelaufstieg startet gegen zwei Uhr nachts und führt über gut tausend Höhenmeter losen Vulkanschutt. Dafür brauchst du Trekkingschuhe mit Profil; im Schutt rutschen Turnschuhe weg.

Was 2026 gilt: Der Nationalpark ist vom 1. April bis 31. Dezember offen und vom 1. Januar bis 31. März geschlossen, jedes Jahr, wegen Regenzeit und Regeneration. Gebucht wird ausschließlich über das digitale System eRinjani, es gibt keine Anmeldung am Tor. Der Eintritt für Ausländer beträgt seit dem 3. November 2025 250.000 IDR pro Person und Tag. Eine Versicherung ist Pflicht; die Premium-Variante mit Hubschrauberbergung kostet rund 290.000 IDR. Ausländische Gäste müssen über einen lizenzierten Veranstalter buchen, allein losgehen ist nicht erlaubt. Seit Januar 2026 gilt ein Betreuungsschlüssel von einem Guide auf vier Teilnehmer. Ein Drei-Tage-Paket zum Rinjani liegt je nach Anbieter bei etwa 225 bis 395 US-Dollar und deckt Guide, Träger, Verpflegung, Zelt und Permit ab.

Nach dem Tod einer brasilianischen Wanderin im Juni 2025, die nahe dem Gipfel in eine Schlucht stürzte, hat das Forstministerium nachgeschärft: Erfahrung wird beim Check-in abgefragt, Gefahrenzonen sind markiert, am Kraterrand Plawangan auf 2.639 Metern entsteht ein Rettungsposten. Von 621 Guides der Region hatten im Juli 2025 erst 321 die vorgeschriebene Zertifizierung. Frag deinen Veranstalter danach.

Die beste Zeit ist Mai bis Juni und September bis Oktober. Juli und August sind trocken, aber voll und windig; die Sembalun-Route ist dann oft Wochen vorher ausgebucht. Nachts wird es am Kraterrand einstellig. Der Rinjani ist ein aktiver Vulkan, der Nebenkrater Barujari im Kratersee ist mehrfach ausgebrochen. Den aktuellen Status veröffentlicht die indonesische Vulkanbehörde unter magma.esdm.go.id; sieh vor der Buchung nach.

Erdbeben 2018: was passiert ist und was davon heute zählt

Im Sommer 2018 traf eine Serie schwerer Beben den Norden Lomboks. Am 29. Juli kam ein Vorbeben, am 5. August ein Beben der Magnitude 6,9 mit Epizentrum bei Loloan in Nordlombok, am 19. August noch einmal eines derselben Stärke. Mindestens 480 Menschen starben, rund 7.800 wurden verletzt, zwischen 350.000 und 417.000 verloren ihr Zuhause. Etwa 70.000 Häuser, 470 Schulen und 65 Moscheen wurden beschädigt, in Nordlombok war rund vier Fünftel der Bausubstanz betroffen. Von den Gili-Inseln wurden etwa 900 Touristen per Boot evakuiert.

Für eine Reise heute heißt das zweierlei. Der Wiederaufbau ist in den touristischen Gegenden weitgehend abgeschlossen, in Dörfern im Norden sieht man vereinzelt noch Ruinen. Und Lombok bleibt seismisch aktiv. Das ist kein Grund, die Insel zu meiden, aber einer, beim Einchecken zu schauen, wo der Ausgang ist, und an der Küste zu wissen, wo es bergauf geht. Das Auswärtige Amt weist für Indonesien auf Erd- und Seebeben sowie 127 Vulkane hin und rät, sich vorab nach den Gefährdungsstufen zu erkundigen.

Muslimisch geprägt: was sich dadurch praktisch ändert

Die Mehrheit der Bevölkerung Lomboks sind Sasak und muslimisch. Die Insel wird deshalb „Insel der tausend Moscheen“ genannt, und das ist keine Marketingformel, sondern eine Beobachtung, die man beim Fahren über Land macht.

Am Strand, im Hotel und auf den Gilis zieht sich niemand anders an als anderswo in Südostasien. Sobald du diese Zonen verlässt, gehören bedeckte Schultern und Knie zum guten Ton, in Dörfern und an Moscheen erst recht. Im Bikini durch den Ort zu laufen, ist hier deutlicher daneben als auf Bali.

Der Gebetsruf beginnt vor Sonnenaufgang und läuft über Lautsprecher. In Kuta und auf den Gilis hört man ihn gedämpft, in Dörfern liegt er am Fenster. Wer leicht schläft, packt Ohrstöpsel ein.

Alkohol ist in Touristenorten und auf den Gilis normal zu bekommen, in Dörfern und in vielen einfachen Warungs nicht. Ein großes Bintang kostet 26.000–40.000 IDR. Wichtig, und das gilt für ganz Indonesien: Das Auswärtige Amt verweist auf mehrere Kranken- und Todesfälle auf Bali und Lombok durch methanolverunreinigte Getränke und rät, auf Alkohol unklarer Herkunft zu verzichten. Betroffen sind vor allem selbstgebrannter Arak und gefälschte Markenspirituosen, oft in Cocktails. Bier aus verschlossener Flasche ist der sichere Weg.

Der Ramadan 2027 beginnt voraussichtlich am 8. Februar und endet um den 9. März, abhängig von der Mondsichtung. Reisen ist in dieser Zeit ohne Weiteres möglich, in den Touristenorten ändert sich wenig. Außerhalb davon haben tagsüber weniger Warungs offen, Alkohol ist schwerer zu bekommen, und es gehört sich, nicht direkt vor Fastenden zu essen. Rund um Idul Fitri ist das halbe Land unterwegs, Fähren und Inlandsflüge sind dann voll.

Zwei Termine noch. Anders als auf Bali bleibt der Flughafen auf Lombok an Nyepi, dem balinesischen Neujahr im März, geöffnet; das ist ein Argument für Lombok als Ausweichziel an diesem Tag. Und im Februar findet an der Südküste bei Kuta das Bau Nyale statt: Tausende Menschen sammeln vor Sonnenaufgang die Nyale-Seewürmer am Strand von Seger. Die Unterkünfte in Kuta sind dann ausgebucht.

Was ein Tag auf Lombok kostet

Drei Stufen, alle Preise in Rupiah, Umrechnung grob mit 20.500 IDR je Euro, Stand Ende August 2026. Essens-, Boots-, Tauch- und Rinjani-Preise stammen aus den oben genannten Anbieter- und Hafenangaben, die Unterkunftsspannen sind Erfahrungswerte aus Buchungsportalen im August 2026 und schwanken stark mit der Saison.

BackpackerMittelklasseGehoben
UnterkunftHostelbett oder einfaches Guesthouse, ab etwa 130.000Hotel oder Bungalow mit Pool, 500.000–1.200.000Resort, ab etwa 2.000.000
Essen und TrinkenWarung, 3 Mahlzeiten 80.000–160.000Mischung Warung und Restaurant, 200.000–350.000Restaurants, ab 500.000
TransportRoller 70.000–130.000 am Tag plus SpritRoller plus gelegentlich Fahrer, 200.000–350.000Auto mit Fahrer, ab 550.000
Eine Aktivitätöffentliches Boot zu den Gilis 20.000Surfstunde 250.000–500.000Fun Dive 640.000
Summe pro Tagetwa 300.000–500.000 (15–24 €)etwa 1.200.000–2.000.000 (59–98 €)ab etwa 3.700.000 (181 €)

Einzelpreise zum Einordnen: eine volle Mahlzeit im Warung 25.000–55.000 IDR, ein Hauptgericht im touristischen Restaurant in Kuta 70.000–150.000 IDR, auf den Gilis das Zwei- bis Dreifache. Kaffee 8.000–15.000 IDR.

Lombok ist spürbar günstiger als Südbali, vor allem bei Unterkunft und Essen abseits der Touristenstraßen. Die Gilis sind die Ausnahme: Dort muss alles per Boot herankommen, und das steht auf der Rechnung. Geldautomaten gibt es in Mataram, Kuta, Senggigi und auf Trawangan zuverlässig, auf Meno nicht.

Der Roller ist auf Lombok das übliche Verkehrsmittel, und wie überall in Indonesien brauchst du zusätzlich zum deutschen Führerschein einen internationalen mit der Klasse für Krafträder. Ohne den fährst du ohne Versicherungsschutz, egal was der Vermieter sagt. Wie und wann du ihn beantragst, steht unter internationaler Führerschein.

Wann du nicht herkommen solltest

Dezember bis Februar. 235 bis 251 mm Regen im Monat, gut fünf Sonnenstunden am Tag, und die Schnellboote ab Bali fallen bei Seegang kurzfristig aus. Plan Puffer vor dem Rückflug ein und setz nicht darauf, am Abreisetag noch per Boot nach Bali zu kommen.

Januar bis März, wenn der Rinjani der Grund für die Reise ist. Der Nationalpark ist dann geschlossen, ohne Ausnahme und ohne Ersatzroute.

Die MotoGP-Woche in Mandalika. 2026 fährt sie vom 9. bis 11. Oktober, zuletzt lag der Termin immer im Oktober. In dieser Woche sind Unterkünfte in Kuta ausgebucht und teuer, und die Straßen im Süden sind dicht.

Wenn du zum Schwimmen kommst. Die Südküste ist Surfküste, viele Buchten haben Strömung und ablandigen Sog. Zum Baden taugen Selong Belanak und Tanjung Aan, für alles andere gilt: erst schauen, wo die Einheimischen ins Wasser gehen.

Wenn du Auswahl brauchst. Außerhalb von Kuta, Senggigi und Gili Trawangan gibt es abends wenig, und was es gibt, macht früh zu. Wer Beachclubs, viele Restaurants und ein Nachtleben will, ist auf Bali besser aufgehoben.

Wenn du wenig Zeit hast und viel sehen willst. Zwischen Kuta im Süden und Bangsal im Norden liegen zwei bis drei Stunden, die Straße über den Osten ist noch länger. Eine Woche reicht für zwei Gegenden, nicht für drei.

Und Gili Trawangan, wenn du Ruhe suchst. Auf der Ostseite läuft in der Hochsaison bis nach Mitternacht Musik. Gili Air oder Meno lösen das Problem ohne Umbuchung des Bootes.

Drei, fünf oder sieben Tage: konkrete Abläufe

Drei Tage, Gilis und nichts anderes

Tag 1: Schnellboot ab Padangbai am Morgen, mittags auf Gili Air oder Trawangan, nachmittags schnorcheln vom Strand. Tag 2: früh Schnorcheltour über die drei Inseln oder zwei Tauchgänge, nachmittags Fahrrad um die Insel. Tag 3: morgens Boot zurück nach Bali. Für drei Tage lohnt es nicht, das Festland dazuzunehmen.

Fünf Tage, Süden plus Gilis

Tag 1: Flug nach LOP, 30 Minuten Transfer nach Kuta. Tag 2: Surfstunde in Selong Belanak, nachmittags Tanjung Aan und der Hügel Merese zum Sonnenuntergang. Tag 3: Roller über die Südküste nach Westen, das Sasak-Dorf Sade unterwegs. Tag 4: Transfer nach Bangsal, Boot auf eine der Gilis, Nachmittag am Wasser. Tag 5: Schnorcheln am Vormittag, Boot nach Bali oder zurück zum Flughafen.

Sieben Tage, mit Rinjani-Kraterrand

Tag 1: Ankunft, Nacht in Kuta. Tag 2 und 3: Süden wie oben. Tag 4: Fahrt nach Senaru im Norden, nachmittags die Wasserfälle Sendang Gile und Tiu Kelep. Tag 5 und 6: Zweitagestour zum Kraterrand ab Senaru, Übernachtung im Zelt. Tag 7: Abstieg, Transfer nach Bangsal, Boot auf eine Gili oder direkt weiter nach Bali. Wer den Gipfel will, braucht drei statt zwei Tage am Berg und streicht dafür den Süden.

Zu allen drei Varianten: Buch das Rinjani-Permit über eRinjani, sobald der Termin steht, in der Hochsaison zwei bis vier Wochen vorher. Und leg die Bootsfahrt nach Bali nie auf denselben Tag wie den Rückflug nach Europa.

Die schönsten Reiseziele in Lombok

Diese Orte solltest du auf deiner Lombok-Reise nicht auslassen

Luftbild von Gili Trawangan mit Booten im türkisen Wasser

Die Gili-Inseln

Drei kleine Inseln vor der Nordwestküste, ohne Autos und Motorräder. Trawangan ist die größte und lauteste, Air die ausgeglichene, Meno die stillste.

Kratersee Segara Anak im Rinjani-Massiv auf Lombok

Rinjani und der Kratersee Segara Anak

Mit 3.726 Metern der zweithöchste Vulkan Indonesiens. Der Kratersee liegt rund 600 Meter unter dem Kraterrand, im See steckt der aktive Nebenkrater Barujari.

Luftaufnahme einer Bucht an der Südküste von Lombok

Die Südküste um Kuta

Weite Buchten zwischen Kalksteinhügeln, Surfspots für jedes Niveau und der MotoGP-Kurs von Mandalika. Zum Schwimmen taugen Selong Belanak und Tanjung Aan, viele andere Buchten haben Strömung.

Wasserfall im Regenwald auf Lombok

Die Wasserfälle bei Senaru

Sendang Gile und Tiu Kelep liegen am Nordhang des Rinjani bei Senaru, rund 40 Minuten Fußweg auseinander. Der Weg zum zweiten quert zweimal den Bach, Eintritt für beide etwa 20.000 IDR.

Lombok activities

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Reiseinfos

Währung

Indonesische Rupiah (IDR)

Sprache

Bahasa Indonesia und Sasak; in Kuta, Senggigi und auf den Gilis Englisch verbreitet

Reisezeit

Mai bis Oktober; August ist am trockensten, September hat die meiste Sonne. Rinjani von Januar bis März geschlossen.

Flugzeit

Kein Direktflug; mit ein bis zwei Umstiegen etwa 19–24 Std. Gesamtreisezeit, meist über Denpasar oder Kuala Lumpur

Beste Reisezeit Detail

Mai und Juni: Ende der nassen Zeit, 105 und 40 mm Regen, das Wasser vor den Gilis noch um 30 °C, wenig Betrieb am Rinjani.

Juli und August: trockenste Monate mit 33 und 14 mm, dafür Hochsaison. Rinjani-Permits für die Sembalun-Route sind früh weg, an der Südküste weht es kräftig.

September und Oktober: die meiste Sonne im Jahr, gut acht Stunden am Tag. Im Oktober zieht der Regen wieder an, dazu liegt die MotoGP-Woche in Mandalika.

November bis Februar: 235 bis 251 mm im Monat und nur rund fünf Sonnenstunden am Tag. Schnellboote ab Bali fallen bei Seegang aus.

Januar bis März: Rinjani-Nationalpark geschlossen, ausnahmslos.

Einreise & Visum

Visa on Arrival bis 30 Tage, 500.000 IDR, einmal verlängerbar; dazu digitale Einreisekarte. Stand vorab beim Auswärtigen Amt prüfen.

Gut zu wissen

Kulturelle Besonderheiten & Tipps

Abseits von Strand, Hotel und Gilis Schultern und Knie bedecken. Lombok ist überwiegend muslimisch, das ist keine Empfehlung, sondern die Erwartung vor Ort.

Kein Alkohol unklarer Herkunft. Das Auswärtige Amt verweist auf Kranken- und Todesfälle durch methanolverunreinigte Getränke auf Bali und Lombok; betroffen sind vor allem selbstgebrannter Arak und gefälschte Markenspirituosen.

In Bangsal Gepäck nicht aus der Hand geben und das Ticket nur am offiziellen Schalter kaufen. Schlepper sprechen dich weit vor dem Hafen an und rufen Fantasiepreise auf.

Der Gebetsruf beginnt vor Sonnenaufgang. Wer leicht schläft, packt Ohrstöpsel ein und schaut bei der Buchung auf die Entfernung zur nächsten Moschee.

Häufige Fragen

Alles Wichtige für deine Reiseplanung

Es gibt drei Wege. Der Flug Denpasar–Praya dauert rund 50 Minuten und geht mehrmals täglich. Das Schnellboot ab Padangbai braucht 1,5 bis 2,5 Stunden nach Bangsal oder zu den Gilis und kostet üblicherweise 400.000 bis 800.000 IDR. Die ASDP-Autofähre Padangbai–Lembar fährt rund um die Uhr, dauert etwa 4,5 Stunden und kostet 65.300 IDR pro Person. Nur die Fähre nimmt Fahrzeuge mit.

Mai bis Oktober. Der August ist mit 14 mm Regen der trockenste Monat, der September hat mit gut acht Stunden am Tag die meiste Sonne. Juli und August sind trocken, aber voll. Dezember bis Februar fallen 235 bis 251 mm im Monat, und der Rinjani ist von Januar bis März geschlossen. Der April ist mit 136 mm oft noch brauchbar, der November mit 240 mm nicht mehr.

Anders, nicht besser. Lombok ist ruhiger, günstiger und muslimisch geprägt, hat aber längere Wege, weniger Auswahl und keine internationale Klinik. Bali hat mehr Infrastruktur, mehr Verkehr und die bessere Anbindung. Für Surfen, Tauchen und den Rinjani ist Lombok die stärkere Wahl, für eine erste Indonesienreise mit vollem Programm eher Bali. Viele kombinieren beides über das Schnellboot.

Nein. Der Nationalpark ist jährlich vom 1. Januar bis 31. März geschlossen. Von April bis Dezember ist er offen, gebucht wird ausschließlich über das System eRinjani, ohne Anmeldung am Tor. Der Eintritt für Ausländer liegt bei 250.000 IDR pro Person und Tag, eine Versicherung ist Pflicht, und ausländische Gäste müssen über einen lizenzierten Veranstalter buchen.

Trawangan ist die größte, hat die meisten Unterkünfte, verlässliche Geldautomaten und Nachtleben bis spät. Air liegt in der Mitte: genug Auswahl, aber ruhiger. Meno ist die kleinste und stillste, hat kaum Restaurants und keinen verlässlichen Geldautomaten, dort brauchst du Bargeld. Auf allen drei fahren keine Autos und Motorräder.

Am Strand, im Hotel und auf den Gilis nicht. Sobald du diese Zonen verlässt, ja: Lombok ist überwiegend muslimisch, Schultern und Knie bedeckt zu halten gehört dort zum guten Ton, in Dörfern und an Moscheen ohnehin. Im Ort im Bikini unterwegs zu sein, fällt hier deutlicher auf als auf Bali.

Die Beben vom Juli und August 2018 kosteten mindestens 480 Menschen das Leben und beschädigten in Nordlombok rund vier Fünftel der Bausubstanz. In den touristischen Gegenden ist der Wiederaufbau abgeschlossen, in Dörfern im Norden sieht man vereinzelt noch Schäden. Lombok bleibt seismisch aktiv, wie ganz Indonesien; das Auswärtige Amt rät, sich vorab über Gefährdungsstufen zu informieren.

Deutsche Staatsangehörige bekommen in der Regel ein Visa on Arrival für bis zu 30 Tage, Gebühr 500.000 IDR, einmalig um weitere 30 Tage verlängerbar. Es lässt sich vorab online als elektronisches Visa on Arrival beantragen und bezahlen. Seit Oktober 2025 ist außerdem eine digitale Einreisekarte nötig, die 72 Stunden vor Ankunft online ausgefüllt wird. Prüf den Stand vor der Reise beim Auswärtigen Amt.

"Die Klimawerte auf dieser Seite stammen aus den WMO-Normalwerten 1991–2020 der Station Mataram und nicht aus Reiseprospekten. Wo wir keine belastbare Zahl gefunden haben, steht keine."

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