Chiang Rai: Tagesausflug von Chiang Mai oder eigener Stopp?
Chiang Rai liegt 180 Straßenkilometer von Chiang Mai entfernt und wird meist an einem Tag abgehakt. Wann das reicht, wann nicht, und in welchen Monaten du gar nicht herkommen solltest.
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Über Chiang Rai
Chiang Rai wird meistens an einem Tag erledigt. Die Busse fahren morgens in Chiang Mai los, halten am Weißen Tempel, am Schwarzen Haus und oft noch am Blauen Tempel und sind abends zurück. Rund 180 Straßenkilometer hin, dieselben zurück, dazwischen vier bis fünf Stunden vor Ort.
Das geht, und für viele reicht es auch. Zwei Dinge fallen bei dieser Rechnung aber unter den Tisch. Erstens sind die drei Kunsttempel nicht alles, was die Provinz hat: Das Goldene Dreieck, die Grenzstadt Mae Sai und die Teeberge um Mae Salong liegen alle im Umkreis von 60 bis 80 Kilometern und sind von Chiang Mai aus an einem Tag nicht zu schaffen. Zweitens gibt es zwei Monate im Jahr, in denen die Luft hier so schlecht ist, dass die Berge im Dunst verschwinden und Behörden zum Tragen von FFP2-Masken raten. Ausgerechnet in den Monaten, die auf dem Papier das beste Wetter haben.
Chiang Rai und Chiang Mai werden dauernd verwechselt
Zwei verschiedene Städte, zwei verschiedene Provinzen, rund 180 Straßenkilometer dazwischen. Die Verbindung ist die Route 118, laut Straßenverwaltung 158,65 Kilometer lang; sie beginnt in Chiang Mai und endet an der Kreuzung Mae Lao in der Provinz Chiang Rai, von dort sind es noch gut 20 Kilometer auf der Phahonyothin bis in die Innenstadt.
Greenbus fährt die Strecke ab dem Arcade Terminal 3 in Chiang Mai. Der 24-Sitzer mit Toilette und der 33-Sitzer brauchen 3 Stunden 20 und kosten beide 305 THB, der 38-Sitzer braucht 3 Stunden 45 und kostet 196 THB (Stand Mai 2025). Ein Tagesausflug bedeutet also sechseinhalb bis siebeneinhalb Stunden im Bus für vier bis fünf Stunden vor Ort. Wer das trotzdem will, bucht eine Tagestour ab Chiang Mai mit Fahrer, weil die Linienbusse nicht an den Tempeln halten.
Die Frage ist, was du eigentlich sehen willst.
| Chiang Rai | Chiang Mai | |
|---|---|---|
| Größe | rund 70.000 Einwohner in der Stadt | deutlich größer, mit Altstadt und Stadtgraben |
| Tempel | drei moderne Kunstbauten, alle nach 1996 entstanden | Dutzende historische Lanna-Tempel |
| Anreise ab Bangkok | Flug 1 Std. 20, keine Bahnverbindung | Flug, dazu Nachtzug |
| Wege vor Ort | Sehenswürdigkeiten über die Provinz verteilt, ohne Fahrzeug mühsam | in der Altstadt vieles zu Fuß |
| Abends | Nachtbazar täglich, Walking Streets Samstag und Sonntag | jeden Abend große Auswahl |
| Preisniveau | Menü für zwei im Mittelklasse-Restaurant 500 THB, Bier vom Fass 55 THB | dieselben 650 THB und 75 THB (Numbeo) |
Unsere Empfehlung: Wenn dich nur die drei Tempel interessieren, reicht der Tagesausflug. Willst du ins Goldene Dreieck, nach Mae Sai an die Grenze oder in die Teeberge von Mae Salong, brauchst du mindestens zwei Übernachtungen, weil diese Ziele 60 bis 80 Kilometer nördlich von Chiang Rai liegen und selbst von hier aus je einen halben bis ganzen Tag kosten. Was der Norden sonst noch hergibt, steht in unseren Tipps für Chiang Mai.
Anreise: alle Wege nach Chiang Rai
Einen Nonstopflug ab Deutschland gibt es nicht, eine Bahnverbindung auch nicht. Die Nordbahn endet in Chiang Mai. Praktisch bleiben drei Wege: Inlandsflug ab Bangkok, Nachtbus ab Bangkok oder Bus ab Chiang Mai.
| Von | Weg | Dauer | Preis | Takt |
|---|---|---|---|---|
| Deutschland | Langstrecke nach Bangkok, dann Inlandsflug nach Chiang Rai (CEI) | rund 11 Std. plus 1 Std. 20 plus Umstieg | Langstrecke plus etwa 800 bis 2.000 THB | täglich |
| Bangkok (BKK oder DMK) | Inlandsflug nach CEI | 1 Std. 20 bis 1 Std. 35 | etwa 800 bis 2.000 THB | mehrmals täglich, unter anderem Thai AirAsia, Thai Lion Air, Nok Air |
| Bangkok (Mo Chit) | Nachtbus, VIP oder Schlafsitz | rund 11 Std., Abfahrt zwischen 18 und 20 Uhr | 650 bis 1.300 THB | abends |
| Chiang Mai (Arcade Terminal 3) | Greenbus, 24-Sitzer VIP oder 33-Sitzer | 3 Std. 20 | 305 THB | VIP einmal täglich, Standard mehrmals |
| Chiang Mai (Arcade Terminal 3) | Greenbus, 38-Sitzer | 3 Std. 45 | 196 THB | mehrmals täglich |
| Chiang Mai (Tha Phae Gate oder Flughafen) | Sammelshuttle mit Ausstieg am Weißen Tempel möglich | ähnlich | ab etwa 17 US-Dollar | 07:45 und 14:00 |
| Chiang Khong an der Laos-Grenze | roter Lokalbus | 2 Std. 30 | 60 THB | etwa stündlich |
| Flughafen CEI | klimatisierter Shuttlebus in die Stadt | kurz | 20 THB | alle 20 bis 40 Min. |
In der Stadt hältst du zwei Busbahnhöfe auseinander: Der alte liegt zentral, von dort fahren die Provinzbusse zum Weißen Tempel und zum Schwarzen Haus. Der neue liegt sieben Kilometer südlich an der Schnellstraße, dort kommen die Fernbusse an. Zwischen beiden pendelt ein Songthaew, etwa 15 Minuten.
Grab funktioniert in Chiang Rai zuverlässig, eine Fahrt im Stadtgebiet kostet 60 bis 100 THB und damit ungefähr die Hälfte dessen, was Tuk-Tuk-Fahrer aufrufen. Weil Tickets, Karten und Fahrdienste alle am Handy hängen, richtest du die Datenkarte besser vor dem Abflug ein; wie das geht, steht im eSIM-Ratgeber für Thailand, Datentarife buchst du vorab online. Was für die Einreise nötig ist, steht in der Einreise-Checkliste.
Die vier Bauten, die alle sehen wollen, und was sie kosten
Chiang Rais bekannteste Bauten sind alle jung. Der Weiße Tempel wurde 1997 eröffnet, der Blaue Tempel 2016 fertiggestellt, die Große Guan Yin ist noch neuer. Nur das Schwarze Haus geht auf die 1970er Jahre zurück. Wer historische Lanna-Architektur sucht, ist in Chiang Mai oder in Chiang Saen besser aufgehoben.
| Ort | Wo | Öffnungszeiten | Eintritt |
|---|---|---|---|
| Wat Rong Khun (Weißer Tempel) | 13 km südlich, Phahonyothin bei km 816 | täglich 8 bis 18 Uhr | 200 THB für Ausländer seit 1.1.2026, Thais frei, Kinder unter 120 cm und Gäste über 70 frei |
| Wat Rong Suea Ten (Blauer Tempel) | Rim Kok, gut 2 km nordöstlich, zu Fuß machbar | täglich 7 bis 20 Uhr | kein Eintritt |
| Baan Dam (Schwarzes Haus) | Nang Lae, gut 10 km nördlich | täglich 9 bis 17 Uhr | 80 THB |
| Wat Huay Pla Kang (Große Guan Yin) | Ban Du, rund 6 km nordwestlich | täglich 7 bis 21 Uhr | Gelände frei, 40 THB für den Aufzug in den Kopf der Statue |
Zum Weißen Tempel kommst du auch ohne Tour: Vom alten Busbahnhof fährt ein Linienbus für 20 THB, die Fahrt dauert etwa 30 Minuten, Steig 8 (frag trotzdem am Schalter nach). Für den Rückweg winkst du an der Polizeistation auf der anderen Straßenseite einen Bus heran.
Für die Kleiderordnung gilt am Weißen Tempel: Schultern bedeckt, Saum über dem Knie. Seit der Preiserhöhung werden Sarongs am Eingang kostenlos ausgeliehen, du musst also nichts mehr vor dem Tor kaufen.
Zur Uhrzeit: Die Reisebusse aus Chiang Mai brauchen mindestens dreieinhalb Stunden und treffen deshalb ab etwa halb elf ein. Wer um acht am Tor steht, hat gut zwei Stunden weitgehend für sich. Das ist der stärkste Grund, in Chiang Rai zu übernachten statt anzureisen.
Wetter Monat für Monat, und warum die schönsten Monate die schlechtesten sind
Chiang Rai liegt auf 390 Metern im Norden und hat einen anderen Rhythmus als die Küsten im Süden. Die Werte unten sind die Klimanormalen der Weltorganisation für Meteorologie für die Station Chiang Rai, erhoben vom thailändischen Wetterdienst für den Zeitraum 1991 bis 2020. Als Regentag zählt ein Tag mit messbarem Niederschlag.
| Monat | Tagesmax °C | Nachtmin °C | Niederschlag mm | Regentage | Sonnenstunden |
|---|---|---|---|---|---|
| Januar | 28,6 | 13,8 | 16,5 | 1,5 | 248,6 |
| Februar | 31,3 | 14,5 | 12,7 | 1,2 | 242,7 |
| März | 33,7 | 17,5 | 34,5 | 2,9 | 243,7 |
| April | 34,7 | 21,1 | 92,6 | 7,9 | 245,8 |
| Mai | 33,5 | 23,0 | 226,5 | 14,5 | 216,2 |
| Juni | 32,5 | 24,0 | 186,2 | 14,6 | 158,9 |
| Juli | 31,3 | 23,9 | 317,6 | 19,6 | 123,2 |
| August | 30,9 | 23,7 | 372,9 | 20,5 | 126,0 |
| September | 31,4 | 23,1 | 275,1 | 14,7 | 163,3 |
| Oktober | 30,9 | 21,5 | 123,5 | 8,3 | 197,8 |
| November | 29,6 | 17,9 | 44,8 | 3,5 | 224,4 |
| Dezember | 27,8 | 14,7 | 20,6 | 1,9 | 222,2 |
Im Jahr fallen 1.723 Millimeter. An der Andamanenküste sind es je nach Station 2.200 bis 2.500, der Norden ist also spürbar trockener. Drei Dinge stehen in der Tabelle, die man selten liest.
Erstens: Im Dezember und Januar wird es nachts kühl, im Mittel 13,8 und 14,7 Grad. Auf dem Roller um sieben Uhr morgens oder auf dem Aussichtspunkt von Wat Phra That Doi Chom Thong ist das spürbar, eine dünne Jacke gehört ins Gepäck. Wer nur Strandthailand kennt, packt sie nicht ein.
Zweitens: Februar ist mit 12,7 Millimetern und 1,2 Regentagen der trockenste Monat des Jahres, der März folgt dicht dahinter. Nach der Wettertabelle wäre das die beste Reisezeit. Nach der Luftqualität ist es die schlechteste, dazu der nächste Abschnitt.
Drittens: Juli und August sind die nassesten Monate, nicht September und Oktober wie im Süden. Die Küstenunterschiede stehen im Überblick zur besten Reisezeit für Thailand.
Bleibt als Empfehlung: November und Dezember, dazu die zweite Januarhälfte. Trocken, sonnig, klare Sicht auf die Berge, und die Brandrodung hat noch nicht richtig angefangen.
Wann du nicht nach Chiang Rai solltest: die Rauchsaison
Von etwa Dezember bis April brennt es im Norden. Bauern verbrennen Ernterückstände, dazu kommen Wald- und Hangfeuer, und der Wind trägt Rauch aus dem Shan-Staat in Myanmar und aus Nordlaos herüber. Chiang Rai liegt in einem Talkessel; bei ruhiger Luft legt sich eine warme Schicht über die kühle Bodenluft und hält den Rauch unten fest.
Die Zahlen dazu sind eindeutig. IQAir hat für Chiang Rai über das Jahr 2019 einen Mittelwert von 37 Mikrogramm Feinstaub PM2,5 je Kubikmeter gemessen. Aufgeschlüsselt nach Monaten: Februar 40,5, März 113,8, dann Juni 10,4, Juli 7,6, August 7,2. Der März liegt damit dreifach über dem thailändischen Tagesgrenzwert von 37,5 Mikrogramm und mehr als zwanzigfach über dem WHO-Richtwert von 2021, der bei 5 Mikrogramm im Jahresmittel und 15 im Tagesmittel liegt. Am 25. März 2016 registrierte die Messstation im Distrikt Mae Sai einen Rekordwert von 410 Mikrogramm Schwebstaub je Kubikmeter. Anfang März 2026 meldete das thailändische Pollution Control Department für die Nordprovinzen Werte zwischen 18,4 und über 112 Mikrogramm und stufte unter anderem die Distrikte Mae Sai und Wiang in Chiang Rai als rot ein.
Was das praktisch heißt: Die Berge sind nicht zu sehen, Fotos werden milchig, Aussichtspunkte lohnen nicht. Bei roten Werten raten Behörden zu FFP2- oder N95-Masken und dazu, Sport und lange Aufenthalte im Freien zu verschieben. Wer Asthma, eine Herzerkrankung oder Allergien hat, sollte Februar und März meiden. Der Norden Thailands hat die höchsten Lungenkrebsraten des Landes.
Ein zweiter Punkt, der auf Reiseseiten fast nie steht: der Kok-Fluss. Seit 2025 meldet das Pollution Control Department wiederholt erhöhte Arsen-, Quecksilber- und Cadmiumwerte im Kok, im Sai und im Ruak, zurückgeführt auf Gold- und Seltenerdminen jenseits der Grenze in Myanmar. Bei Anwohnern wurde Arsen im Körper nachgewiesen, Schwermetalle auch in Fischen. Auf dem Kok werden Longtailbootfahrten zu Bergdörfern und Elefantencamps verkauft. Baden, Rafting und Bambusflöße auf diesem Fluss sind derzeit keine gute Idee, und den Fisch aus dem Fluss würden wir auch nicht bestellen.
Und wenn du nur die drei Tempel sehen willst und ohnehin in Chiang Mai wohnst: Dann ist Chiang Rai eine Tagestour und keine Station. Zwei Nächte hier lohnen sich, wenn du in die Provinz willst.
Was ein Tag in Chiang Rai kostet
Die Zeilen unten sind belegte Einzelpreise, die Summe ist deren Addition und kein erhobener Durchschnitt. Umgerechnet mit 38 THB je Euro (Stand August 2026). Die Restaurantpreise stammen aus der Nutzererhebung von Numbeo für Chiang Rai.
| Posten | Sparsam | Mittelklasse | Komfort |
|---|---|---|---|
| Unterkunft | Hostelbett ab etwa 250 THB, einfaches Guesthouse-Doppelzimmer 200 bis 600 THB | Hotelzimmer 800 bis 1.500 THB | Boutiquehotel oder Resort am Stadtrand, ab etwa 2.500 THB |
| Essen und Trinken | Nachtbazar und Garküche, einfaches Gericht im Mittel 70 THB, 250 bis 400 THB am Tag | Restaurant, Menü für zwei 500 THB, Cappuccino 45 THB, 600 bis 900 THB am Tag | ab etwa 1.200 THB am Tag |
| Transport | zu Fuß, Linienbus zum Weißen Tempel 20 THB, Flughafenbus 20 THB | Roller 200 bis 250 THB am Tag | Grab 60 bis 100 THB je Fahrt, Auto mit Fahrer ab etwa 1.600 THB am Tag plus Sprit |
| Eine Aktivität | Blauer Tempel und Wat Huay Pla Kang kosten nichts | Weißer Tempel 200 THB plus Baan Dam 80 THB | Tagestour ins Goldene Dreieck |
| Summe je Tag | etwa 550 bis 1.050 THB, 14 bis 28 € | etwa 1.900 bis 3.000 THB, 50 bis 79 € | ab etwa 5.500 THB, 145 € |
Zwei Posten, die gern vergessen werden: Geldautomaten nehmen in Thailand eine feste Gebühr von rund 220 THB je Abhebung, unabhängig vom Betrag, größere Beträge auf einmal sparen also real Geld. Und der Roller braucht den internationalen Führerschein mit Zweiradklasse, sonst greift keine Versicherung; die Regeln stehen in unseren Tipps zu Mietwagen und Roller in Thailand. Wie sich das über eine ganze Reise summiert, steht in der Aufstellung zu den Thailand-Urlaubskosten.
Das Goldene Dreieck und der Rest der Provinz
Der Punkt, an dem Thailand, Laos und Myanmar zusammentreffen, liegt bei Ban Sop Ruak am Zusammenfluss von Ruak und Mekong, rund 60 Kilometer nordöstlich von Chiang Rai. Der Name stammt nicht aus dem Tourismus, sondern von einem US-Diplomaten, der ihn 1971 auf einer Pressekonferenz zum Opiumhandel benutzte. Angebaut wird auf thailändischer Seite heute nichts mehr davon.
Im Dorf steht das kleine, private House of Opium, täglich 7 bis 19 Uhr, 50 THB für alle. Rund zwei Kilometer entfernt liegt die deutlich größere, staatlich betriebene Hall of Opium im Golden Triangle Park; deren Preis- und Öffnungsangaben schwanken zwischen den Quellen, frag also vor Ort nach. Busse fahren ab Chiang Rai über Chiang Saen, das zehn Kilometer südlich von Sop Ruak liegt und mit seinen Ruinen aus der Lanna-Zeit deutlich mehr Substanz hat als der Grenzpunkt selbst.
Weiter nordwestlich, 40 Kilometer von Sop Ruak, liegt Mae Sai, die nördlichste Stadt Thailands mit dem Grenzübergang nach Myanmar. Ob der Übergang offen ist, ändert sich, das prüfst du kurz vor der Fahrt.
Zwei weitere Ziele lohnen einen halben oder ganzen Tag: die königlichen Villen und Gärten von Doi Tung im Bergland und Mae Salong, ein Dorf, das von Nachfahren einer geflohenen Kuomintang-Einheit gegründet wurde und heute vom Teeanbau lebt. Für beides brauchst du ein Fahrzeug. Ein Auto mit Fahrer kostet ungefähr 1.600 THB für den Tag plus Sprit und ist gegenüber dem Roller die entspanntere Wahl, weil die Bergstrecken kurvig sind. Wer die Runde geführt machen will, findet Touren ins Goldene Dreieck ab Chiang Rai.
Drei, fünf und sieben Tage: ein Ablauf zum Übernehmen
Drei Tage: Tag eins Ankunft, nachmittags zu Fuß zum Blauen Tempel, abends Nachtbazar; an Samstagen läuft zusätzlich die Walking Street auf der Thanalai Road von 18 bis 22 Uhr, sonntags die kleinere an der Sankhongnoi. Tag zwei früh mit dem Linienbus zum Weißen Tempel, dort vor halb elf sein, danach zurück in die Stadt und mit Roller oder Grab weiter zu Baan Dam und Wat Huay Pla Kang. Tag drei Goldenes Dreieck über Chiang Saen, entweder per Bus oder mit Fahrer.
Fünf Tage: dazu ein Tag im Bergland, also Doi Tung mit Villa und Garten, danach Mae Salong mit den Teeplantagen und einer Übernachtung dort, wenn du morgens den Nebel über den Hängen sehen willst. Und ein Tag ohne Programm in der Stadt: Morgenmarkt, Kaffee (die Provinz baut selbst welchen an), Museum.
Sieben Tage: verlege den Standort für die letzten zwei Nächte. Entweder nach Chiang Khong am Mekong, von wo die Brücke nach Huay Xai in Laos führt und die Slowboats nach Luang Prabang starten, oder nach Phu Chi Fa im Osten, wo man vor Sonnenaufgang auf den Grat steigt und über ein Wolkenmeer schaut. Beides ist mit Chiang Rai als Basis nur mühsam als Tagestour machbar.
Wenn du nur einen Standort willst, nimm die Innenstadt. Blauer Tempel, Nachtbazar, Busbahnhof und Morgenmarkt sind zu Fuß erreichbar, alles andere per Bus, Roller oder Grab. Das Angebot an Restaurants ist überschaubarer als in Chiang Mai, dafür sitzt du abends selten neben anderen Reisenden.
Die schönsten Reiseziele in Chiang Rai
Diese Orte solltest du auf deiner Chiang Rai-Reise nicht auslassen
Wat Rong Khun, der Weiße Tempel
Kunstprojekt von Chalermchai Kositpipat, seit 1997 offen und bis heute nicht fertig. 13 Kilometer südlich der Stadt an der Phahonyothin bei Kilometer 816. Täglich 8 bis 18 Uhr. Seit dem 1. Januar 2026 zahlen ausländische Erwachsene 200 statt 100 THB, dafür ist die Höhlenausstellung jetzt enthalten und Sarongs werden am Eingang gestellt.
Wat Rong Suea Ten, der Blaue Tempel
Gut zwei Kilometer nordöstlich der Innenstadt, zu Fuß in einer halben Stunde erreichbar. Gebaut von Phuttha Kabkaew, der zuvor am Weißen Tempel gearbeitet hat, fertiggestellt 2016. Kobaltblaue Wände, Goldornamente, eine weiße Buddhafigur im Inneren. Täglich 7 bis 20 Uhr, kein Eintritt.
Baan Dam, das Schwarze Haus
Kein Tempel, sondern das Anwesen des 2014 gestorbenen Künstlers Thawan Duchanee in Nang Lae, gut zehn Kilometer nördlich der Stadt. Über 40 dunkle Holz- und Betonbauten auf 16 Hektar, gefüllt mit Knochen, Häuten, Hörnern und Trommeln. Täglich 9 bis 17 Uhr, 80 THB. Wer mit Tierpräparaten nichts anfangen kann, lässt es besser.
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Reiseinfos
Währung
Thai Baht (THB), rund 38 THB je Euro (August 2026)
Sprache
Thai, dazu Nordthai und die Sprachen mehrerer Bergvölker; Englisch an Tempeln und in Hotels, sonst begrenzt
Reisezeit
November bis Mitte Januar. Februar bis April ist trocken, aber Rauchsaison. Mai bis Oktober Regenzeit, am nassesten im Juli und August.
Flugzeit
Kein Nonstopflug; über Bangkok rund 11 Std. Langstrecke plus 1 Std. 20 Inlandsflug
Für Deutsche, Österreicher und Schweizer derzeit 60 Tage visumfrei. Die beschlossene Rückkehr auf 30 Tage war Ende August 2026 noch nicht in Kraft. Die Thailand Digital Arrival Card ist Pflicht und wird frühestens 72 Stunden vor Ankunft kostenlos online ausgefüllt.
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Weitere Ziele in Thailand
Ayutthaya
Ayutthaya ist der naheliegendste Tagesausflug ab Bangkok. Der Knackpunkt ist nicht die Anreise, sondern wie du die weit auseinanderliegenden Tempel vor Ort verbindest.
Bangkok
Metropole mit goldenen Tempeln.
Chaweng
Sieben Kilometer Strand in drei Abschnitten, der Flughafen zwei Kilometer entfernt und zwei Bar-Straßen, die bis zum Morgen laufen. Die Entscheidung fällt nicht zwischen Orten, sondern zwischen Kilometern.
Khao Lak
Rund 25 Kilometer Strand in der Provinz Phang Nga, eine Autostunde nördlich vom Flughafen Phuket. Ausgangspunkt für die Similan Islands, die fünf Monate im Jahr geschlossen sind.
Koh Chang
Die große Insel im Osten Thailands, fünf bis sieben Stunden von Bangkok und nur per Autofähre erreichbar. Mit Anreise-Matrix, belegter Klimatabelle und einer klaren Ansage zu den Elefantencamps.
Koh Lanta
Koh Lanta ist die ruhige Alternative zu Phuket und Phi Phi. Der Haken steht selten in Reiseberichten: Von Mai bis Oktober macht ein Großteil der Insel dicht.
Koh Phangan
Die Insel im Golf von Thailand, die für eine Party bekannt ist, an 29 von 30 Tagen im Monat aber ganz anders funktioniert. Mit Klimatabelle, Anreise-Matrix und den Partyterminen bis Ende 2027.
Koh Phi Phi
Koh Phi Phi hat keinen Flughafen, keine Autos und eine Maya Bay, in der du nicht schwimmen darfst. Wer das vorher weiß, plant die Insel richtig.
Koh Tao
21 Quadratkilometer im Golf von Thailand, rund 5.000 Einwohner und annähernd 70 Tauchschulen. Ohne Flughafen, nur per Fähre, und mit einer Regenzeit, die anders liegt als auf Phuket.
Koh Yao Noi
Koh Yao Noi liegt mitten in der Phang-Nga-Bucht, 30 Bootsminuten von Phuket. Ruhig, muslimisch geprägt, kaum bebaut. Und bei Ebbe kannst du an vielen Stränden nicht schwimmen.
Krabi
Krabi ist eine Provinz, eine Stadt ohne Strand und ein Strandort, der anders heißt. Wer das vor der Buchung klärt, wohnt am Ende dort, wo er hinwollte.
Lamai
Drei bis vier Kilometer Strand an der Südostküste, ein Nachtmarkt am Sonntag und die Granitfelsen von Hin Ta und Hin Yai. Wo Lamai wirklich besser ist als Chaweng und wo nicht.
Phuket
Phuket ist mehr als Strände. Old Town, abgelegene Buchten und die Logistik für deinen Trip 2026.
Städte, die sich lohnen
Rom
Antike, Barock und Vatikan auf engem Raum. Rom ist zu Fuß erschließbar, verlangt aber Vorabbuchungen und ein wenig Wissen über die Spielregeln der Stadt.
San Francisco
San Francisco ohne Glasscherben: Die Wahrheit über Autoaufbrüche (BIP-Scam), Parken am Presidio & warum du die Cable Car $8 meiden solltest.
Sydney
Sydney verbindet lockeres Strandleben mit dem Betrieb einer Millionenstadt.
Tokio
Eine Stadt aus einem Dutzend Zentren: Wer das richtige Viertel wählt und den Nahverkehr versteht, spart in Tokio jeden Tag Stunden.
Toronto
Kanadas größte Stadt ist vor allem eines: vielsprachig. Eine Metropole, in der man sich in einem Nachmittag durch ein halbes Dutzend Einwanderungsgeschichten essen kann.
Bali
Bali ist kleiner als Schleswig-Holstein und trotzdem eine Entscheidungsfrage: Wer im falschen Ort einquartiert ist, verbringt den Urlaub im Stau statt am Strand.
Barcelona
Kompakt, katalanisch und stark besucht: Barcelona belohnt Reisende, die Zeitfenster vorbuchen, das richtige Viertel wählen und ihre Taschen im Blick behalten.
Berlin
Hauptstadt ohne Hochglanz: fünf sehr unterschiedliche Bezirke, Geschichte an fast jeder Straßenecke, und für eine europäische Metropole erstaunlich bezahlbar.
Cancún
Türkises Wasser, Resortburgen und der beste Ausgangspunkt für Yucatán, wenn man weiß, wo man wohnt und wann man kommt.
Weitere Reiseziele entdecken
Frankreich
Genuss, Kunst und Geschichte in Mitteleuropa: das Reiseziel mit der größten Regionenvielfalt, das von Deutschland aus in wenigen Stunden erreichbar ist.
Griechenland
Antike Stätten, über hundert bewohnte Inseln und ein Meer, das im Oktober noch warm ist: Griechenland scheitert selten am Ziel, oft aber an der Inselwahl.
Indonesien
Über 17.000 Inseln, drei Zeitzonen und Vulkane, die man nachts besteigt: Indonesien ist ein halber Kontinent und genau deshalb eine Planungsaufgabe.
Italien
Dolce Vita, Antike und lange Küsten: Italien ist für viele Deutsche das erste Auslandsreiseziel und bleibt doch ein Land, das man nie ganz abhakt.
Japan
Tradition trifft Moderne. Tempel, Neonlicht und Kirschblüten.
Kanada
Wildnis, Bären und moderne Städte: ein Land, das flächenmäßig größer ist als Europa und deshalb Entscheidungen verlangt.
Mexiko
Maya-Ruinen, Dschungel und Karibikstrände: ein Land, das Badeurlaub und Kulturreise so eng verbindet wie kaum ein zweites.
Portugal
Von den Steilküsten der Algarve über die Hügel Lissabons bis zu den Weinterrassen des Douro: Portugal ist klein genug, um es wirklich zu bereisen.
Spanien
Flamenco, Tapas und sonnenverwöhnte Strände, aber auch grüne Atlantikküsten, maurische Paläste und Städte, die erst um Mitternacht richtig aufwachen.
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